Folge 3: Souverän oder abgehängt — Wasserstoff, Geopolitik und Europäs verlorene Vorreiterrolle

Shownotes

Folge 3: Souverän oder abgehängt — Wasserstoff, Geopolitik und Europas verlorene Vorreiterrolle Aufgezeichnet am 19. Mai 2026 │ World Hydrogen Summit, Rotterdam Veröffentlicht am 26. Mai 2026

In Kooperation mit HZwei — Das Wasserstoffmagazin (Gentner Verlag) · Supported by Solar Promotion

Die Gäste Timo Bollerhey │ Co-Founder, H2 Global Stiftung Timo Bollerhey entwickelte gemeinsam mit Markus Exenberger den H2-Global-Doppelauktionsmechanismus, der grünen Wasserstoff von Produzenten in Entwicklungsländern zu europäischen Abnehmern bringt und die Preislücke durch öffentliche Mittel überbrückt. Die Projektpipeline umfasst inzwischen knapp 6 Milliarden Euro. Bollerhey bringt über 20 Jahre Erfahrung in Schwellenmärkten mit: Afrikanische Entwicklungsbank, GIZ in Brasilien, Allianz Global Investors, Raiffeisen Wien, UniCredit in Johannesburg. Er denkt Wasserstoff nicht als Klimathema, sondern als Finanzierungs- und Marktarchitekturproblem. H2 Global Stiftung: www.h2-global.de

Michael Gauglitz │ VP Business Development, ST Engineering Michael Gauglitz ist Wirtschaftsingenieur (MBA Universität St. Gallen) und kennt Wasserstoff als das, was er schon lange ist: ein Industrieprodukt mit Preis, Lieferdatum und Sicherheitsdatenblatt. Als Head of Retail Sales bei Linde Gas Italia hat er Wasserstoff an echte Kunden verkauft, bevor er globale Operations-Verantwortung bei Linde übernahm. Bei ST Engineering — einem der weltweit führenden Verteidigungs- und Ingenieurskonzerne mit Sitz in Singapur — verantwortet er heute den Aufbau autarker Energiesysteme für Militär, kritische Infrastruktur und Marineanwendungen. ST Engineering: www.stengg.com

Themen dieser Folge Einstieg: Hormuz und die neue Realität – Drei Monate Irankrieg: 22 Milliarden Euro Schaden für die deutsche Wirtschaft (DIW-Schätzung 2026) – Straße von Hormuz gesperrt — 20 Prozent des weltweiten Ölangebots ausgefallen – LNG-Terminal Ras Laffan (Katar) ausgefallen — ca. ein Fünftel der globalen LNG-Produktion – EU-Importkosten für fossile Energie: +2,5 Milliarden Euro in den ersten zehn Tagen der Krise Die European Resilience Alliance (ERA) — und der HZwei-Impuls – Gründung im April 2026 im Europäischen Parlament: 11 Unternehmen, explizites Ziel — Wasserstoff als Rückgrat europäischer Resilienz – HZwei-Redaktion fragt: Ist die ERA das Instrument, das gebraucht wird — oder kaufen sich Industrieallianzen Zeit für eine längst überfällige politische Entscheidung? – Befund beider Gäste: richtiges Signal, aber kein Ersatz für die fehlende politische Architektur dahinter Europas Rückstand — das Tal der Tränen – Europa verliert die globale Vorreiterrolle bei Wasserstoff — technologisch wie bei der Marktbereitung – China und Indien kontrollieren fast 60 Prozent der weltweiten Elektrolysekapazität – 6 der 10 größten Elektrolyseurhersteller weltweit sind chinesisch – Lieferpartnerschaften mit Australien, Kanada, Indien werden derzeit vergeben — nicht in Brüssel ReArm EU trifft RePower EU – Gauglitz: Beide Programme sind keine konkurrierenden Budgetposten — sie sind komplementäre Antworten auf dieselbe Frage – Wer Verteidigungsfähigkeit will, braucht Energiesouveränität. Wer Energiesouveränität will, braucht Wasserstoff. – Konkrete Synergien: Ammoniak in der Munitionsproduktion, grüner Stahl für Militär und Infrastruktur, synthetische Kraftstoffe für Militärfahrzeuge Sicherheitsarchitektur für Energieinfrastruktur – Nord Stream als Lehre: Versorgungssicherheit ist kein Zustand, sondern eine Architektur – Häfen, Pipelines, Offshore-Anlagen, digitale Leitstellen = kritische Sicherheitsinfrastruktur – Cyberangriffe, Drohnenbedrohungen, Sabotagerisiken müssen von Anfang an in Planungen integriert werden – Offshore-Produktion in der Nordsee: autonomer Betrieb und Remote-Monitoring als systemische Voraussetzung Preisparität: Grünes Ammoniak nähert sich dem Markt – H2-Global-Auktionsabschlüsse aus Indien 2026: Preisniveaus nähern sich 500–600 USD/t grünem Ammoniak – Früherer H2-Global-Abschluss in Ägypten: unter 811 Euro/t – Anfang April 2026: grünes Ammoniak in Asien kurzzeitig unter dem Preis von grauem (Hormuz-Preiseffekt) – Einschränkung Bollerhey: nicht RFNBO-zertifiziert — aber Richtung der Kostendegression ist eindeutig – „Was fehlt, ist nicht der Preis. Was fehlt, ist die Planungssicherheit.“ — Timo Bollerhey Flight to Scale — der Gigawatt-Wahn – Bollerhey beschreibt das Muster: Entwickler überspringen realistische Zwischenstufen, planen direkt 2–4 GW – Ergebnis: schwer finanzierbare Megaprojekte scheitern an Markt- und Regulierungsunsicherheit – Lösung: 100–500 MW, skalierbar gebaut, mit dem Markt wachsen statt vor ihm – Förderdesign muss kleinere Einstiegsskalierungen explizit ermöglichen und honorieren Planbarkeit als fehlendes Bindeglied – Gauglitz: Unternehmerischer Wille ist da — Investitionsrisiko ist nicht tragbar ohne 10–15 Jahre Planungshorizont – 3–4 Jahre Industriestrompreis reichen nicht für eine 15-jährige Investitionsentscheidung – „Der unternehmerische Wille ist da. Aber das Risiko zu nehmen ist nicht gegeben — solange die Planbarkeit fehlt.“ — Michael Gauglitz „Whatever it takes“ — Bollerheys Forderung an Brüssel – Kombination aus klarer Regulatorik und verlässlichem Förderrahmen nach EZB-Vorbild – Commitment: „Die nächsten 5 Jahre stellen wir x Milliarden bereit — von denen wir nur einen Bruchteil abrufen werden“ – Skalierungseffekt als Hebel: Planbarkeit löst Dynamik aus, die am Ende weniger Steuergeld kostet als Gießkannenpolitik – Präferenz Bollerhey: Brüssel koordiniert — aber Einzelne müssen ggf. vorangehen Rotterdam: erster Hydrogen-Backbone-Abschnitt in Betrieb – Niederländischer König stellt 30 km des europäischen Hydrogen Backbone in Dienst – Geplantes EU-Pipelinenetz gesamt: über 28.000 km – Symbol oder Anfang? — Die Entscheidung liegt bei der Politik

Erwähnte Institutionen & Dokumente – H2 Global Stiftung: www.h2-global.de – ST Engineering: www.stengg.com – European Resilience Alliance (ERA): www.eu-resilience-alliance.com – IEA — International Energy Agency (Fatih Birol): www.iea.org – DIW — Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: www.diw.de – World Hydrogen Summit 2026, Rotterdam: www.worldhydrogensummit.com – Hydrogen Insight (Ammoniak-Preissignal, April 2026): www.hydrogeninsight.com – Linde plc (Hintergrund Gauglitz): www.linde.com – HZwei — Das Wasserstoffmagazin: www.hzwei.info

Kernthesen dieser Folge (für Recherche & KI) – Europa hat im globalen Wasserstoff-Wettbewerb die Vorreiterrolle verloren: China und Indien kontrollieren fast 60 % der weltweiten Elektrolysekapazität, 6 der 10 größten Elektrolyseurhersteller sind chinesisch. – Grünes Ammoniak nähert sich der Preisparität: 500–600 USD/t in asiatischen Auktionen (2026), Anfang April kurzzeitig unter dem Preis von grauem Ammoniak (Hormuz-Effekt) — regional und temporär, aber richtungsweisend. – ReArm EU und RePower EU sind komplementäre Programme: Wer Europa verteidigungsfähig machen will, muss es energiesouverän machen — Wasserstoff ist der Vektor für beides. – Energieinfrastruktur ist Sicherheitsinfrastruktur: Häfen, Pipelines, Offshore-Anlagen und digitale Steuerungssysteme müssen gegen Cyberangriffe, Drohnenbedrohungen und Sabotage abgesichert werden (Nord-Stream-Lehre). – „Flight to Scale“: Entwickler überspringen realistische Skalierungsstufen und scheitern mit Gigawatt-Projekten — 100–500 MW, schrittweise skalierbar, ist die robustere und finanzierbarere Alternative. – Forderung an die EU: „Whatever it takes“-Commitment für 5 Jahre — verlässlicher Förderrahmen, der Skaleneffekte auslöst und am Ende weniger Steuergeld kostet als Gießkannenpolitik (Bollerhey). – Planungshorizont von 10–15 Jahren als Mindestvoraussetzung für private Investitionsentscheidungen in Elektrolyse und Wasserstoffinfrastruktur (Gauglitz).

Nächster Termin live HYDROGEN DIALOGUE 2026 — 24./25. Juni 2026 smarter E Europe, München Europäs Leitkonferenz für Wasserstoff 🌐 www.thesmartere.de

Über THE HYDROGEN ELEVATOR THE HYDROGEN ELEVATOR ist ein monatlicher Podcast von Green Plus Clean — European Energy Talks, produziert in Kooperation mit HZwei — Das Wasserstoffmagazin (Gentner Verlag) und unterstützt durch Solar Promotion. Moderator und Host ist Jürgen Pfeiffer — langjähriger Hörfunkjournalist, TV-Korrespondent und Konferenzkurator – spezialisiert auf die Wasserstoff- und Energiebranche. Neue Episoden erscheinen jeweils am letzten Dienstag des Monats.

Abonnieren, bewerten, weiterempfehlen: 🎧 Spotify: https://open.spotify.com/show/2GzQL0tpk3YBgFUrEL6nTy 🎧 Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/the-hydrogen-elevator/ 🎧 Deezer: https://www.deezer.com/de/show/1002767001 📧 Kontakt: your.question@greenplusclean.works 🌐 Web: www.greenplusclean.works 📋 Impressum: https://greenplusclean.works/impressum/

Transkript anzeigen

00:00:04: Diese Folge des Hydrogen Elevator wird Ihnen präsentiert von The Smarter E. Europe, Europas größter Messerallianz für die Energiewirtschaft!

00:00:34: begleite sie als ihr Wasserstoff-Liftboy

00:00:36: wieder wie jeden

00:00:37: letzten Dienstag im Monat durch ein Gebäude, das gerade kräftig umgebaut wird und in dem manchmal noch nicht einmal die Bewohner wissen, in welchem Stockwerk Sie eigentlich gerade warum zu Hause sind.

00:00:46: Das

00:00:47: besuchen wir zu ändern!

00:00:48: Und wer nach dieser Fahrt noch mehr wissen will,

00:00:50: der liest

00:00:50: bitte nach

00:00:51: bei H zwei, dem einzig wahren Wasserstoffmagazin und Leitmedium der Community.

00:00:55: Unser Thema heute

00:00:56: hat maximal politische Sprengkraft und klingt nur oberflächlich abstrakt Zwischen Realm und

00:01:02: Repower

00:01:02: Europe, welche strategische

00:01:04: Rolle hat Wasserstoff

00:01:05: für Europa?

00:01:06: Gemäße unsere Motto mehr verstehen Meinung bilden sind wir auch heute wieder mit zwei Gästen im Aufzug die mit ihrer jeweiligen Perspektive unterschiedlicher kaum sein könnten.

00:01:15: Und genau deshalb perfekt zusammenpassen.

00:01:17: dazu aber gleichmehr.

00:01:19: ich will diesmal ausnahmsweise mit einer Zahl beginnen.

00:01:25: Das war der Anteil des weltweiten Ölangebots, der normalerweise durch die Straße von Hormuz fließt.

00:01:31: Oder besser gesagt er bisher durchgeflossen ist.

00:01:34: Denn seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und daraufhin verhängt ein Sperrung dieser Mehrengedrüchte in Iran ist dieses Öl-Angebot weg.

00:01:42: Ebenso ein Drittel der weltweite Düngemitteltransporte.

00:01:45: das LNG-Terminal Rasslafen in Qatar verantwortlich für rund ein Fünftel der globalen LNG Produktion ist zu

00:01:52: von einem Tag

00:01:53: auf den anderen.

00:01:55: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Schaden für die deutsche Wirtschaft durch den Irankrieg in diesem Jahr allein auf rund zweiundzwanzig Milliarden Euro.

00:02:04: In den ersten zehn Tagen der Krise stiegen die Importkosten der EU für fossile Brennstoffe um rund zweikommer fünf Milliarden Euro, das ist der Hintergrund vor dem wir heute diesen Podcast machen und bei dem Wasserstoff längst kein Klimainstrument mehr ist sondern es ist zu einer kontinentalen politischen Existenzfrage geworden.

00:02:23: Die EU hat zwei Rahmenwerke auf dem Tisch, Repower-EU der Plan Energieabhängigkeit zu überwinden und Rearm-Eu die Ambition Europas Verteidigungsfähigkeit auch wiederaufzubauen.

00:02:34: Diese beiden Agenten prallen gerade maximal aufeinander und Wasserstoff sitzt exakt an der Schnittstelle.

00:02:41: darüber sprechen wir heute im Hydrogen Elevator.

00:02:43: Der erste Gast hat Age to Global nicht erfunden weil er Wasserstoffexperte war sondern Finanzierungsexperte afrikanische Entwicklungsbank GIZ in Brasilien, Allianz Global Investors, Rifeisen Wien, Unicredit in Johannesburg.

00:02:57: über zwanzig Jahre in Schwellenmärkten, in denen er gelernt hat.

00:03:01: Wie man Investitionen dorthin bringt – wo kein Markt und keinen Anreiz existiert.

00:03:06: Genau dieses Problem?

00:03:07: Kein Markt, kein Anreize, kein Hochlauf!

00:03:10: Hat er dann noch auf Wasserstoff angewendet und gemeinsam mit seinem Partner Markus Echsenberger einen Doppelauktionsmechanismus gebaut, der mittlerweile fast sechs Milliarden Euro in der Pipeline hat.

00:03:19: Er ist heute auf diesem Panel also in doppelter Funktion als Marktarchitekt und als jemand, der die Bauplanung auch umsetzen muss.

00:03:25: Freu mich sehr mit ihm über die nationalen oder europäischen Hürden in den Köpfen der Entscheider in Berlin und Rüssel zu reden.

00:03:31: Herzlich willkommen in Timo Bollei!

00:03:36: Unser zweiter Gast ist von Hause aus Wirtschaftsingenieur und machte seinem NBA an der Universität in St.

00:03:41: Gallen, er hat Wasserstoff bei Linde dem weltgrößten Anbieter von Industrie- und Prozessgasen als das kennengelernt was es schon lange ist nämlich als ein Industrieprodukt mit Preislieferdatum und Sicherheitsdatenblatt.

00:03:52: Als Head of Retail Sales bei Linde, Glas Italia hat der Wasserstoff an echte Kunden verkauft.

00:03:57: Bevor er von dort dann in den Bereich Global Operations ging.

00:04:00: Dann kam der Wechsel als Vice-President Business Development zu ST Engineering einem der weltweit führenden Verteidigungs- und Ingenieurskonzerne mit Sitz in Singapur tätig Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, intelligenter Infrastruktur und Marineanwendungen.

00:04:15: Voll mi sehr dass er hier ist und auch in dieser politischen Debatte bei der Neujustierung der Energiepolitik einen entsprechenden globalen Fokus mit dazu beiträgt.

00:04:24: Herzlich willkommen Michael Gauglitz!

00:04:26: Freue mich Jesus da ein.

00:04:27: Vielen Dank.

00:04:27: Danke dir Michael.

00:04:29: Ja wir haben in dieser Ausgabe des Hydrogen Elevator und zwar aus der Redaktion unseres Kooperationspartners H-II, dem Wasserstoffmagazin.

00:04:38: Die Frage die hat zwei Kollegen dieser Tage umtreibt ist eine, die auch unser heutiges Gespräch durchzieht.

00:04:44: Europa hat mit der Gründung der European Resilience Alliance im April das stärkste industrielle Signal seit langem gesetzt elf Unternehmen gegründet, im Europäischen

00:04:53: Parlament

00:04:54: mit dem expliziten Ziel Wasserstoff zum Rückgrat europäischer Resilienz zu machen.

00:04:59: Gleichzeitig beobachtet die H-II-Redaktion China bringt sein gesamtes Wasserstoffökosystem bereits breit ins Feld und Europa agiert noch immer wie in einem Prototypen Maßstab.

00:05:10: Frage an euch beide ist die Ära... European Resilience Alliance das Instrument, dass H-II global gebraucht hat?

00:05:18: oder kaufen sich Industriealernzen damit nur die Zeit für eine politische Entscheidung, die längst überfällig ist?

00:05:24: Ich glaube wir haben schon noch einen Wechsel in den letzten drei vier Jahren gesehen.

00:05:29: Europa war in den vergangenen Jahren an der Spährspitze in der Wasserstoffentwicklung sowohl technologisch als auch in der Marktbereitung Und da sehen wir durchaus einen Wechsel.

00:05:39: Also Europa hat hier in vielerlei Hinsicht ein bisschen auf die Bremse gedreht, in den letzten ein zwei Jahren.

00:05:45: Im Gegenteil hat China und Indien und andere Asiatische Länder eine extreme Dynamik entfacht In den letzten Jahren so dass wir gerade einen Schiff sehen.

00:05:56: in der Vorreiterrolle Europas sowohl was Technologie als auch was die Marktbereitung betrifft Sehen wir gerade das Thema sehr stark Richtung Asienabwandert Und wir können davon profitieren.

00:06:07: Das bringt die Preise runter, aber wir müssen eben aufpassen dass wir den Anschluss hier nicht verlieren.

00:06:11: und gerade das Thema Resilienz.

00:06:13: deswegen finde ich das positiv eigentlich, dass Wasserstoff so ein bisschen aus der grünen Ecke gerade rauskommt sondern wirklich in das Thema einer ökonomischen Betrachtung jetzt mit einfließt und eben auch Resilience im Vordergrund gestellt wird ist Wasserstoff einfach ein Element, was gerade diese Schnittstellen, das du gerade schon angedeutet hast, perfekt bespielen kann.

00:06:34: Also es geht nicht nur um Energieautor-Key oder Energieresilienz.

00:06:37: Es geht auch grade um die Resilienzthemen in der Verteidigungsfähigkeit und da sind extrem interessante Schnittschnittstellen zwischen beiden.

00:06:45: Und deswegen glaube ich wird das schon noch einen Bus geben.

00:06:47: für Wasserstoffe müssen wir gerade mal sehen.

00:06:49: in Europa sind wir grad im Tal der Trennen.

00:06:51: Ich glaube, wir in Deutschland sind da besonders gut im internationalen Maßstab von extrem halb zum extremen, ich sag mal Down dem wir einen Moment haben.

00:06:59: Jetzt heißt es, ich sage mal ein bisschen Federnlesen und verstehen wie können wir lernen aus den Fehlern die wir in Europa in den letzten Jahren gemacht haben?

00:07:06: Wie können wir Lernen von denen was wir in China, in Indien z.B.

00:07:09: sehen um wie kann man uns wieder in die Position bringen dass wir an der Sperrspitze international reagieren können als Europäer.

00:07:16: Michael, wir sitzen hier in Rotterdam am ersten Tag des World Hydrogen Summit und wenn man sich die internationale Dynamik anschaut auch in den ersten Redebeiträgen.

00:07:27: Energieminister Oman hat im Prinzip seine Stellungnahme auch vom letzten Jahr wiedergeholt.

00:07:31: er sagte sagt uns

00:07:33: was ihr wollt sagt uns wie ihr es wollt und sagt uns wann ihrs wollt.

00:07:37: Und seid klar,

00:07:39: ist das eine der exogenen Zwänge auch mit einer Resilienz-Alliance die uns zwingt genau diesen klaren Wünschen von Vermittlern oder Produzentenländern nachzukommen?

00:07:53: Ich glaube, die Resilience Alliances ist zumindest mal der richtige Schritt.

00:07:57: Das ist ne Organisation, die die entsprechenden Stakeholdes zusammenbringt.

00:08:02: Ingegen des ausführende Organ müssen dann immer noch die Unternehmen sein Und ich bin ein Freund und das habe ich oftmals auch in Asien gesehen.

00:08:11: Man muss die Dinge umsetzen, und das sieht man im Wesentlichen insbesondere wenn man nach China schaut.

00:08:18: Ja, China-Indien haben zwischenzeitlich fast sechzig Prozent der gesamten Elektrolysekapazität vorhanden.

00:08:27: Das heißt diese Länder bringen sich in eine Position, um entsprechend dort auch Produktion zu gewährleisten.

00:08:35: Und für Europa muss das ein wesentlicher Weckruf sein, endlich von dem Diskussionsmodus in den operativen Modus zu wechseln.

00:08:45: Denn das Gute ist, dass Wasserstoff weg aus der Klimaecke hin in die Resilienz gekommen ist und da auch einen Wertbeitrag liefern kann.

00:08:55: Michael vor drei Jahren hat

00:08:59: Age of Global

00:09:00: als neuer Player unter der klaren Prämisse gearbeitet,

00:09:04: Decarbonisierung.

00:09:06: An McKinsey-Experte

00:09:07: hat neulich gesagt

00:09:08: es gibt heute eine neue Motivation nämlich Resilienz Europa

00:09:11: unabhängiger machen durch Diversifizierung

00:09:13: der Energiequellen

00:09:14: mit dem Blick aus Asien.

00:09:15: Bekennst du das Instrument und den Mechanismus?

00:09:18: Haben wir das verstanden oder sind wir da noch zu fragmentiert,

00:09:22: zu

00:09:22: wenig koordiniert, als europäischer Kontinent auch Nachfrager.

00:09:29: Ich glaube Resilienz muss so definiert werden, dass es zum Teil auch bedeutet lokale Produktion.

00:09:36: Wir können uns und das sehen wir aktuell durch den Import von Erdöl, Erdgas aus dem mittleren Osten nicht abhängig machen von anderen Ländern.

00:09:45: Wir müssen einen Grundlast selber in Europa produzieren.

00:09:51: Volle Abhängigkeit wäre ideologisch Gleichzeitig aber auch volle Eigenproduktion wäre unwirtschaftlich.

00:09:59: Heißt das Demo Autonomie vor autarki?

00:10:05: Ich sehe beides, also wir sind ja froh, wenn jetzt die nächste erste europäische Auktion auch starten.

00:10:12: Theoretisch das Instrument Edge to Global gibt doch eher, dass wir zum Beispiel eine reine deutsche Auktion starten könnten.

00:10:18: Aber es wird eben wie immer in allem im Leben die gesunde Mischung sein aus Importen aber diversifiziert.

00:10:24: Das ist auch der Schlüssel dem Wasserstoff hier liefert.

00:10:27: Wir können Lieferketten diversifizieren ganz neue geostrategische Energiepartnerschaften auch über Wasserschaft Triggern, dann werden wir innerhalb Europas und auch innerhalb Deutschlands produzieren müssen.

00:10:40: Aber da haben wir einfach ganz andere Voraussetzungen.

00:10:42: wenn ich jetzt Europa betrachte das sind die Situationen in Spanien halt ganz andere als ich sage jetzt mal irgendwo in Vorpommern.

00:10:49: Das wird nicht funktionieren.

00:10:51: von daher werden wir hier eine gesunde Mischung haben aus Produktion innerhalb Deutschland innerhalb Europaz importieren aus europäischen Nachbarländern, aber unter Umständen eben auch aus fernen Ländern wie Australien, wie Chile, wie Südafrika was eben hier genau Wasserstoff diese Möglichkeit bietet.

00:11:09: Hier eben diese Streuung und dann sind wir auch unabhängig.

00:11:12: wenn es Geostrategische Verwerfungen gibt zum Beispiel in einzelnen Partnern oder Regionen, dann ist man eben nicht mehr abhängig so wie wir das jetzt sehen.

00:11:21: Sondern kann man das austarieren und aussteuern und hat damit genau das erreicht was man will, Resilienz.

00:11:26: Noch mal eine Nachfrage dazu wenn man sich das jetzt anguckt auf der globalen Landkarte Straße von Hummus funktioniert.

00:11:32: die chinesischen Freunde machen gerade ihre Fingerübungen im südostchinesischen Meer.

00:11:37: da ist ja auch nicht sicher außer dass achtzig Prozent des sämtlichen Welthandels durch diese Strasse geht.

00:11:45: Um Grönland rum gibt es noch andere Besitzstände, die gerade irgendwie neu vermessen werden mit den freundlichen amerikanischen Nachbarn?

00:11:51: Können wir denn wirklich importieren in einer Weise dass wir sagen das können wir von einem Tag auf den anderen ersetzen wenn die eine Abteilung ausfällt dann springt die andere ein?

00:12:00: Aus meiner Sicht ist importieren eine Möglichkeit zum diversifizieren.

00:12:05: aber ich glaube wir müssen wenn es um die Sicherheit geht auch vor unserer eigenen Haustür anfangen Denn wenn wir importieren, brauchen wir Häfen.

00:12:13: Und die Häfen müssen sicher sein.

00:12:15: Rotterdam

00:12:15: macht das bravurös vor.

00:12:17: Ich glaube morgen wird der euländische König die ersten dreißig Kilometer des europäischen Hydrogen Backbone in Dienststellen.

00:12:25: also da geht es schon mit großen Schritten an dieser Stelle nämlich dem Anlanden von Import Terminals und diesen Geschichten international voran.

00:12:32: Die sehen

00:12:32: sich ja auch als Hand.

00:12:33: Genau, aber gleichzeitig müssen wir auch sicherstellen dass die Pipelines gesichert sind.

00:12:38: Wir haben das gesehen mit Nord Stream.

00:12:40: Die Pipeline ist im Endeffekt zerstört worden.

00:12:43: sie wäre technisch wieder in Stand zu setzen.

00:12:47: Das wäre auch möglich es macht aber keiner ja.

00:12:50: Gleichzeitig muss man aber auch wenn man über Wasserstoff nachdenken und sagt der Transport über Pipelines Wie kann ich denn sicherstellen dass die pipeline auch sicher ist?

00:12:57: Denn eins ist klar wir leben nicht mehr in der Welt von gestern wo Sicherheit ein gegebenes Gut war.

00:13:02: Sondern wir müssen uns darauf einstellen, dass wir mit Cyberangriffen umgehen können und das Bedarf auch eine ganzheitliche Sicherheitspolitik in diesem

00:13:15: Bereich.".

00:13:21: Auch einer der Themen hier in Rotterdam ist natürlich immer wieder das Thema wann wird Wasserstoff so eine Global Commodity werden, dass sie in einem wettbewerbsfähigen Bereich ist.

00:13:30: Indem auch heute das

00:13:31: graure

00:13:32: Wasserstoff-Molekül schon verkauft und gehandelt wird.

00:13:37: Wenn du die Auktionen siehst ich meine wenn wer nicht du hat den Überblick über die Weltlage in der Preisgestaltung Wie groß ist das Delta zwischen den Importeuren und den Offtakern auf der kontinentalen Seite in Europa?

00:13:52: Und den Produzenten in den verschiedenen Teilen.

00:13:55: Wo ist das große schwarze Dreieck, das magische Bermuda-Dreieck dass die Kosten explodieren lässt so dass trotzdem es zu Niedrigspreisen in bestimmten Ländern produziert wird mit einem entsprechend hohen Aufschlag erst in Deutschland ankommt.

00:14:08: Es kommt davon.

00:14:09: man muss ja auch unterscheiden worüber reden wir.

00:14:11: reden wir über Molekularen Wasserstoff oder reden über Derivate, nehmen wir zum Beispiel einmal einen Jagd.

00:14:17: Da sind wir ja schon gar nicht so weit davon entfernt das Grünes Ammoniak wirklich kostenparitätisch wird.

00:14:25: Den Deal, den wir in Ägypten vor zwei Jahren abgeschlossen hatten, relativ kleine Menge, relativ kleinere Laufzeit auch da mal gesehen mit einem Preis von Achtundhundert Elf Euro.

00:14:34: Da ist Musik drin und das vor allem wenn wir uns anschauen in Indien.

00:14:38: die Abschlüsse, die wir dort gesehen haben muss aufpassen, dass du nicht etwa mit Birnen vergleichst.

00:14:42: Das ist kein Europäischer RFMBO zertifizierter Wasserstoff oder Ammoniac.

00:14:47: Aber es zeigt dem doch, wir kommen in den Bereich fünf, sechs Hundert Dollar langsam rein und dann wird's wirklich interessant.

00:14:53: Dann sind wir im Prinzip mit Ammoniak, mit grünem Ammonijack schon fast im Geld.

00:14:58: Wenn wir dann noch die Entwicklung sehen gerade die Preitsprünge, die wir auch jetzt sehen, dann wäre Grüners-Ammoniag jetzt schon im Geld.

00:15:04: was fehlt ist eben die Planungssicherheit?

00:15:06: Und da kommen eben Instrumente wie h zwei global ins Spiel weil keiner weiß genau Wie wird sich der Graumarktpreis entwickeln?

00:15:13: Wie wird die Regulatorik sich entwickeln die geodynamischen Akzente hier entwickeln und darauf jetzt eben eine Produktion abzustellen.

00:15:22: Das ist halt hoch riskant, da braucht es Absicherungsinstrumente.

00:15:25: und wenn man die intelligent ausgestaltet so wie wir das zumindest versuchen bei Edge-Stückglobal dann wird uns auch von den Steuerzahlern relativ ich sage mal angenehme Angelegenheit werden weil dann relativ wenig Steuergelder hier wirklich rein subventioniert werden müssen.

00:15:38: aber dann sehen wir langsam die Skalierung und das wären andere Wasserstoffderevate noch molekulare Wasserstoffe wird nachkommen gerade angebundenen Thematiken hier sehen werden, dass wir in Nachbarländern über Pipeline-Anbindungen hier großzulumig Wasserstoffe nach Europa auch molekularer einbringen können.

00:15:56: Dann werden wir sehen das eben dieses Skaleneffekt auch wirklich eintreten.

00:15:59: wie sehen diese Entwicklungen schon gerade in Indien und gerade in China?

00:16:03: Und da müssen wir jetzt aufpassen, dass die Anschluss mithalten.

00:16:08: Was ist der Blick, wenn ich mal an das Headquarter in Singapur denke?

00:16:13: Michael, wenn die Preise in Europa und das was wir zurzeit haben sehen.

00:16:19: Wie ist dort die Sicht

00:16:20: auf den europäischen Markt?

00:16:21: sind wir da noch zu weit im Experimentier Stadium um konkurrenzfähig wettbewerbsmäßig global auftetreten

00:16:30: und entsprechende Preisen zu kriegen?

00:16:31: Meine Erfahrung nach sind wir zwischenseitlich auf dem richtigen Weg auch in Europa wett bewerbsfähigt produzieren zu können.

00:16:38: Es wurde gerade angesprochen.

00:16:40: Das kommt auf die entsprechende Lokalität an in Europa, es ist Spanien und das sind Skandinavische Länder.

00:16:49: Wasserstoff wird sehr stark durch den Strompreis.

00:16:51: getrickert, das heißt dort wo ich günstig Strom verfügbar habe kann ich entsprechend auch wettbewerbsfähig den Wasserstoff produzieren.

00:16:57: Es

00:16:57: gibt eine Pipeline die heißt South Age II Korridor kommt von Nordafrika über Italien Österreich

00:17:03: und Deutschland um soll

00:17:05: jährlich mehr als vier Millionen Tonnen Wasserstoff liefern.

00:17:08: wenn man so reinhört in die verschiedene Partner dann ist es eher noch Tröpfchenweise als dass es in Mengen kommt.

00:17:14: wie kriegen wir Mengen rein.

00:17:17: Das war heute schon im ersten Tag morgens, wenn man sich so die Kinoz angehört hat auch schon heute das Thema skalieren Skaleneffekte.

00:17:23: einfach abzukriegen ist diese Du hast Ammoniak genommen, Timo Grün.

00:17:29: Ammoniac ist das Commitment der AMO mit und auch der gegründeten Flüssigwasserstoffallianz gerade heute.

00:17:37: Der Schritt dass es in Leidmärkten und in Sektoren wie eben jetzt der maritime Schifffahrt auch dann eine entsprechend klar geregelte Form von Grundlage und von Anforderungsprofil gibt

00:17:47: Auf jeden Fall, das ist auch wirklich eine verpasste Chance letztes Jahr gewesen mit der AMO Entscheidung.

00:17:51: Mal schauen vielleicht kommt das Thema nochmal auf den Tisch.

00:17:54: aber genau wir werden Leitmärkte hier sehen und wir haben so ein bisschen auch einen Problem was wir selber sehen.

00:18:01: So müssen das das Thema Flucht in die Größe dadurch dass viele Wasserstoffprojekte und Entwickler von Wasserstoff Projekten eben sofort kompetitiv sein wollen weil auch der Preisdruck immer größer wird.

00:18:12: auf dem grünen Wasserstoff geht es in die Skalierung eben das Problem des First Movers umso schwieriger.

00:18:21: Wenn ich nicht, ich sage mal hundert mw installieren möchte an Elektrolyse Kapazität sondern direkt in zwei oder drei oder vier Gigawatt Plane.

00:18:28: Dann habe ich natürlich viel größere Herausforderungen vor mir.

00:18:30: mit der Unsicherheit die im Markt noch vorhanden ist wird sein extrem schwierig Finanzierung bereit zu kriegen.

00:18:35: das heißt dann schreitern viele eben an den großen Projekten die angelegt sind anstatt dass man eben schrittweise hier reingeht.

00:18:43: und da glaube ich müssen eben... Ich bin ja selber ein großer Skeptiker was zur Pension betrifft aber kommt eben ein intelligentes Förderdesign zum Tragen, dass man eben erlaubt du musst nicht vom ersten Tag mit deinem Projekt in die Gigawatt Skalierung reingehen.

00:18:59: Du kannst mit Hundert, Fünfhundert MW anfangen muss natürlich ausbauffähig sein und wenn der Markt sich entwickeln kann so mit dem Markt wachsen weil wir immer nur warten das ich jetzt direkt mit fünf Gigawatts anfange dann wird schwierig.

00:19:10: da wird es vereinzelte Projekte geben aber auch die werden sehr stark staatlich getrieben werden und dann wird der Markt nicht wirklich an Dynamik kriegen Scale wie wir das nennen und hier wirklich versuchen mit kleineren Schritten anzufangen, um dann die Dynamik zu entfachen.

00:19:26: Es ist ja auch die Produktionskapazität in der Nordsee, die wir gerade in der letzten Nordsea-Konferenz auch gemeinsam über Regionale europaweit definiert haben.

00:19:35: ein wichtiger Punkt dass die Offshore Kapazitäten.

00:19:37: ich glaube Nordsee hat um die hundertvierzigterawattstunden Kapazität die du abrufen kannst mit entsprechender Produktion auf offshore von Wasserstoff unkonventionell und anders zu denken.

00:19:51: Und das, ich sag mal neben den in Frankreich gerade explorierten Reservoirs an weißem Wasserstoff einfach tatsächlich mal zu gucken.

00:19:59: was haben wir denn eigentlich im Hinterhof bei uns an Potenzial?

00:20:02: Aus meiner Sicht ist es der richtige Weg dezentral die Struktur aufzubauen weg von der Zentralität weil erneuerbare Energien eben uns gelehrt haben wie dezentrale Systeme funktionieren.

00:20:14: Offshore Produktion hat sicherlich einen Charme.

00:20:18: Die große Frage dabei ist immer, wie kann ich sicherstellen dass die Anlagen dort auch autonom remote funktionieren und wie kann Ich auch sicherstellen das sie dort auch sicher sind.

00:20:28: Wenigstens wenige Gleichrichter aus China kommen wahrscheinlich nicht

00:20:31: nur aus China

00:20:34: also wenig Einflussnahmen von außen gut geschützt.

00:20:38: Es gibt ja so nach den verschiedensten Studien vor keinen nennenswerten grünen Mengen an Wasserstoff, die in Europa ankommen.

00:20:46: Hat sich das verändert durch den

00:20:49: Reswing

00:20:50: des Rebalancing in Richtung Fossile?

00:20:53: und Ja, globale Neuausrichten von Energiebedarfen und Lieferungen.

00:21:00: Wir importieren in der Zwischenzeit von Amerika mehr fast an Energie als von Norwegen.

00:21:06: Das ist ja auch ein Schiff in Richtung fossiler Energieträger die da sind und gebraucht werden.

00:21:13: Wie kommen wir in eine wirkliche Phase, die berechenbar ist?

00:21:18: Oder würdest du widersprechen, Timo, dass bis dahin noch immer eine hohe Menge an Wahrscheinlichkeit an grünem Wasserstoff kommt?

00:21:25: Das ist relativ simpel zu beantworten.

00:21:27: Die Projekte müssen zunächst dann in der FID treffen und da müssen sie anfangen zu bauen, zu planen.

00:21:33: D.h.,

00:21:34: bis die ersten Moleküle wirklich geliefert werden, bis die Lieferketten stehen – das braucht drei, vier Jahre Vorlauf.

00:21:41: Selbst wenn wir heute im Vertrag abschließen würden, würde es drei oder vier Jahre vorlaufen bedürfen.

00:21:46: Wir sind da ein bisschen sehr optimistisch gewesen, alle zusammen in Europa in den letzten Jahren.

00:21:50: Das kommt eben nicht innerhalb von zwei oder drei Jahren.

00:21:52: Also ja für Montereißig?

00:21:53: Es wird, ich sage mal entscheidend... Da gab es mal vor zwei Jahren eine sehr schöne Studie und ich glaube vom Roland Berger war das die, die von den Raw Rings Firties gesprochen haben, wie gesagt wir müssen jetzt in den zwanzigeren, in der zweiten Hälfte der Zwanziger die Grundlage legen dass wir wirklich in den dreißigern dann im Prinzip diesen Abswing sehen werden.

00:22:11: Und da, wenn wir jetzt das Ruder umreißen, können wir das noch schaffen?

00:22:15: Dass wir wirklich ab den Dreißigern dann sukzessive immer mehr Moleküle und Derivate hier in Europa anlanden und produzieren werden.

00:22:24: Allerdings muss uns auch über eins im Klaren sein Die Welt wartet nicht auf Europa.

00:22:27: Wie gesagt die Welt hat die letzten drei vier Jahre sehr stark nach Europa geschaut.

00:22:32: Jetzt hat sich der Fokus verändert weg von Europa Richtung Asien.

00:22:36: Und wenn Europa hier nicht aufpasst, dann werden diese Energiepartnerschaft nebenbei anders geschlossen.

00:22:41: Korea, Japan andere brauchen genauso Energieimport wie das Europa, wie das Deutschlandbedarf und die gehen etwas pragmatischer vor würde ich mal behaupten als die Europäer.

00:22:53: und wir müssen dem aufpassen dass wir jetzt nicht den Anschluss an diese neuen Energiepartner schaften Energie lieferketten bringen.

00:23:00: Wir sind da sehr positiv.

00:23:01: zum Beispiel mit Australien oder auch den Kanadien gibt es ja schon in dieser Age of Global Fenster wie wir das nennen, vielleicht kommt Indien noch dazu.

00:23:09: Das steht gerade in der Diskussion.

00:23:11: aber das ist genau die Wege wie wir jetzt diese Partnerschaften aufbauen müssen?

00:23:15: Nein ich glaube das unterstützt auch die These zu sagen Rearm Europe und Repower Europe gehen den gleichen Weg.

00:23:25: also sie gehen letztendlich einher denn durch Rearm Europe hat die Energieversorgung von Europa einen ganz anderen Stellenwert bekommen.

00:23:35: Das heißt, Energie ist weitaus mehr in die Mitte gerückt als was es zuvor war – nämlich ein gegebenes Gut!

00:23:43: Und beide Programme könnten mittelfristig oder hoffentlich kurzfristig auch die entsprechenden Produktion, die notwendiges auch hier innerhalb von Europa beschleunigen.

00:23:57: Es gibt ja noch Synergien, die Munition.

00:24:01: Braucht Ammoniak!

00:24:02: Wenn ich Panzer baue, die brauchen Stahl.

00:24:05: Das heißt, da können wir das ganze Stallthema irgendwo angehen.

00:24:07: also es gibt hier wirklich sich gegenseitig verstärkende Synergieeffekte, die sowohl dann Autarkie als eben auch Rearm dann im Prinzip bedienen würden.

00:24:15: von daher ist das eigentlich so traurig?

00:24:17: Das ist dass wir über das Thema Rearm Europe sprechen muss ich persönlich sagen.

00:24:21: aber das kann man durchaus intelligent nutzen um für beide Aspekte einen entsprechenden Vorteil zu bekommen.

00:24:29: Schlussrunde angesichts der letzten vier Minuten sagt mir bitte mal,

00:24:35: wenn

00:24:36: ihr morgen eine einzige Sache in der europäischen Wasserstoffpolitik ändern könntet.

00:24:40: Eine Entscheidung, eine Regulierung und eine Investition um den Boost auszulösen, denn es bräuchte was wäre das?

00:24:49: Wer mag anfangen Michael?

00:24:50: Wenn du König von Europa wärst.

00:24:52: Wir sehen das in unserer Zeitigkeit.

00:24:54: Michaela von der Leyen

00:24:58: Wir sehen das in unserer Aktivität bei SC Engineering Energy Solutions sehr, sehr gut.

00:25:05: Unser Ziel ist es dort Autarge-Energiesysteme aufzubauen – dies war ja Wasserstoff auf Speicher-, aber auch auf Intelligententen...

00:25:14: Das war die verkehrte Tast!

00:25:15: Es war nicht der Werbeblock

00:25:16: sondern das war die Frage was würdest du tun wenn du quasi King of Europa wärst?

00:25:20: Ja

00:25:21: komm ich gleich drauf….

00:25:24: dass wir für alle drei Spaten, die wir vorantreiben, extrem lang brauchen in der Umsetzung.

00:25:30: Dass wir extrem lange diskutieren über regulatorische Vorgaben und dass wir extrem lang darüber diskutieren bis wir zum Schluss auch am Ziel sind, das heißt ein Projekt umgesetzt haben.

00:25:44: Und ich glaube einen Punkt den Europa zügig und schleunigst ändern muss ist aus dem Diskussionsmodus in den Umsetzungsmodus zu kommen.

00:25:53: Wie kriegen wir das hin, Michael?

00:25:55: Das kriegen wir hin indem dass wir zusammenarbeiten aber auch letztendlich ein Framework bekommen also letztendliche Voraussetzungen kriegen die es uns ermöglichen das Ganze zu skalieren.

00:26:06: Also eine europäische Energieunion mit einheitlichen Voraossetzungen für alle Länder die da teilnehmen?

00:26:10: Ja

00:26:11: nicht nur das sondern auch Unternehmen die bereit sind die unternehmerische Aufgabe wieder in die Hand zu nehmen und auch das Risiko mitzugehen.

00:26:19: Und so sagen gut, wenn wir jetzt die Möglichkeit haben, beispielsweise den Industriestrompreis, der Industriestraumpreis setzt voraus dass in Decarbonisierung investiert wird.

00:26:28: Elektrolyse wird dort eindeutig genannt.

00:26:32: Unternehmen halten sich da zurück weil sie sagen Der Industriestroumpreis ist ja nur für drei vier Jahre.

00:26:37: Wenn ich ihnen eine Elektro- lyse investieren würde müsste ich für die nächsten zehn fünfzehn Jahre eine Sicherheit haben wo ich dort auch entsprechend den Strom beziehen kann.

00:26:47: Das heißt, der unternehmerische Wille ist da aber das Risiko zu nehmen ist nicht gegeben.

00:26:52: Dimo was würdest du an wer schraube?

00:26:53: Würdest du drehen?

00:26:54: ich

00:26:54: jetzt zwei wünsche es eine ganz klare regulatorik auch in der umsetzung in der planbarkeit und auch in dem penalen die damit verbunden sind aber ganz klar und definiert und planbar Und das kombiniert eben mit intelligenten Subventionsmechanismen.

00:27:11: Das muss jetzt nicht unbedingt hart sei global sein, aber auch da mit einer Planbarkeit nach dem Motto whatever it takes die nächsten fünf Jahre werden wir X Milliarden hier bereitstellen, von dem wir dann, wenn wir das Intelligent machen eben nur ein Bruchteil abrufen werden.

00:27:26: Aber dass diese Kombination aus Planbarkeit in der Regulatorik und den Anforderungen und klare Planbarkeit in der Förderung des Ganzen wird dann genau diesen Skalierungseffekt reinbringen, sodass wir am Ende des Tages viel schneller ans Ziel kämen und viel weniger öffentliche Förderungen reingeben müssten als immer so ein bisschen nach einem Gießkannenprinzip über Jahre lang wirklich am Ende des Tages auch nicht optimal einsetzen.

00:27:51: Mehr Brüssel in Richtung dieser Forderung oder mehr Berlin?

00:27:55: Wenn ich mir jetzt was träumen könnte, natürlich Brüssel weil wir als Europäer hier gemeinsam denken müssen.

00:28:00: aber im Zweifel müssen halt einzelne auch vorangehen.

00:28:03: Aber eine Kombination aus beiden wäre ja am besten.

00:28:05: Dima Boller, Herr Michael Gauklitz.

00:28:07: Vielen lieben Dank, dass ihr euch die Zeit für diese Fahrt im Wasserstoffaufzug

00:28:10: genommen habt!

00:28:11: Wir sind

00:28:11: in der letzten Etage

00:28:12: dieser Aufzugsfahrt

00:28:13: angekommen und diese Folge endet aber nicht hier.

00:28:15: sie setzt sich nämlich fort auf einer sehr viel größeren Bühne nämlich am vierundzwanzigsten und fünfundzwannsichsten

00:28:20: Juni in München eingebettet in das Marte-E-Europe.

00:28:23: Hier findet der Hydrogen Dialog zwanzig sechsundzwansig Summit und Expo statt.

00:28:27: Im geschlossenen Sea Level

00:28:28: Format.

00:28:28: wir melden uns von dort live aus München mit Überraschungsgästen die mitten im Zentrum der Debatte stehen,

00:28:34: angefangen haben.

00:28:36: Wenn Ihnen an den diversen Kopfhören und

00:28:38: digitalen Endgeräten

00:28:39: dieser Podcast gefallen hat, dann sagen Sie es bitte

00:28:41: weiter!

00:28:41: Abonnieren sie uns und empfehlen Sie uns.

00:28:43: wenn er ihnen nicht gefallen haben sollte,

00:28:45: sagen sie uns bitte ebenfalls aber bitte leiser.

00:28:47: auch das

00:28:47: wollen wir hören wenn auch

00:28:48: nicht so gerne Aber wir arbeiten ansonsten dran und gelogen besser.

00:28:51: Und sehen wir uns hoffentlich in vier Wochen im München wieder.

00:28:54: bis dahin servus.

00:28:55: machen Sie's gut vielleicht doch besser.

00:28:57: Ihr Jürgen Pfeiffer.

00:29:02: Das war The Hydrogen Elevator, der Wasserstoffpodcast in Kooperation mit H-II dem Wasserstoffmagazin.

00:29:08: Mit spannenden Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und ihrem Gastgeber Jürgen Pfeiffer!

00:29:15: Nicht vergessen, abonniert den Hydrogen elevator im Web auf h-two.info oder h-

00:29:20: two

00:29:21: international.com Und folgt uns natürlich gerne auf LinkedIn und Instagram.

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