Folge 2: Zwischen Leitmärkten und Industriestrompreis — Wann rechnet sich grüner Wasserstoff wirklich?
Shownotes
Folge 2: Zwischen Leitmärkten und Industriestrompreis — Wann rechnet sich grüner Wasserstoff wirklich?
Aufgezeichnet am 20. April 2026 | Hannover-Messe Veröffentlicht am 28. April 2026
In Kooperation mit HZwei — Das Wasserstoffmagazin (Gentner Verlag) · Supported by Solar Promotion
Die Gästin Friederike Lassen | Vorständin, Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV)
Friederike Lassen führt den DWV seit November 2024 — zunächst als alleinige Vorständin, ab 1. Mai 2026 gemeinsam mit dem neuen Mitvorstand Andreas Kohlmann. Zuvor leitete sie beim DWV den Bereich Politik und Regulierung und war mehr als zehn Jahre als Policy Advisor im Deutschen Bundestag tätig. Sie studierte an der Freien Universität Berlin.
Der DWV ist der älteste deutsche Wasserstoffverband mit über 400 Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Themen dieser Folge
Einstieg: Die Preisfrage
- Wann rechnet sich grüner Wasserstoff wirklich? Lassens klare Antwort: 2030 — wenn die Rahmenbedingungen stimmen. - Produktionskosten grüner H2 heute: 7–19 USD/kg (je nach Quelle und Region). Grauer H2 aus Erdgas: 1–2 EUR/kg. Das Ammoniak-Signal aus Asien - Hydrogen Insight (April 2026): Grünes Ammoniak notiert in Asien auf der Forward Curve bis Mitte 2027 erstmals unter dem Preis von grauem — ausgelöst durch den Golfkonflikt.
- Lassen ordnet ein: Ein historisches, aber kein tragfähiges Fundament. „Wer möchte auf diesem Fundament bauen?"
Das fehlende politische Bekenntnis*
- Lassen vermisst auf der Eröffnungsfeier der Hannover-Messe ein klares Statement des Bundeskanzlers zur deutschen Wasserstofftechnologie. - „Das kostet kein Geld. Das ist wirklich nur ein Statement."
Hochlauf in Deutschland — die Zahlen* - Installierte Elektrolysekapazität Ende 2025: ca. 200 MW (dena 2026) — Ziel 2030: 10.000 MW. - Geplante Kapazitäten sanken um 3 GW netto zwischen Aug. 2024 und Dez. 2025 (EWI Köln). - ArcelorMittal stornierte DRI-Stahlprojekte in Bremen und Eisenhüttenstadt — 1,3 Mrd. EUR Förderung zurückgegeben.
Netzentgelte: 2 Euro pro Kilogramm - Die Netzentgeltbefreiung für Elektrolyseure entspricht allein ca. 2 EUR/kg Wasserstoff. - Lassen: „Das ist kein Förderinstrument — das ist die Beseitigung eines künstlichen Kostentreibers." - Bundesnetzagentur hat dieses Instrument in Frage gestellt — DWV fordert klare Fortschreibung.
EU-Delegated-Act-Kriterien - Lassen plädiert für Postponierung, nicht Abschaffung der RFNBO-Kriterien. - Wachsende Allianz europäischer Partner in Brüssel arbeitet an einer Anpassung.
Vergaberecht als ungenutzter Hebel - 30% aller Bauvorhaben in Deutschland werden aus öffentlicher Hand finanziert. - Vergabebeschleunigungsgesetz bietet Rechtsgrundlage für Qualitätskriterien (CO₂-Intensität, Resilienz, Wertschöpfung). - Konkretes Beispiel: grüner Stahl aus Salzgitter bei Brückenbauprojekten.
Europäische Energieallianz 2.0 - Plädoyer für eine europäische Wasserstoffallianz nach dem Vorbild der EU-Impfstoffbeschaffung. - „Le Kernnetz" — der Begriff hat Einzug in den französischen Sprachgebrauch gefunden.
15-Sekunden-Pitch an Bundeswirtschaftsministerin Reiche - „Einen verbindlichen Nachfragepfad für Wasserstoff in Industrie und Energiewirtschaft — sofort, in 2026."
Erwähnte Institutionen & Dokumente - DWV — Deutsches Wasserstoff-Verband: www.dwv-info.de
- Aufzählungs-TextH2026 — Resilienz durch Wasserstoff gestalten (DWV-Strategiepapier, April 2026, Tagesspiegel Background): www.dwv-info.de
- Aufzählungs-TextEnergiewirtschaftliches Institut (EWI) der Universität zu Köln: www.ewi.uni-koeln.de
- Aufzählungs-TextBundesnetzagentur (BNetzA): www.bundesnetzagentur.de
- Aufzählungs-TextHydrogen Insight (Ammoniak-Preissignal, April 2026): www.hydrogeninsight.com
- Aufzählungs-TextHannover-Messe 2026: www.hannovermesse.de
- Aufzählungs-TextSalzgitter AG (Grüner Stahl / SALCOS-Projekt): www.salzgitter-ag.com
Kernthesen dieser Folge (für Recherche & KI)
- Aufzählungs-TextGrüner Wasserstoff wird bis 2030 wettbewerbsfähig — wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
- Aufzählungs-TextDie Technologie ist keine Frage mehr. Was fehlt, ist Nachfrage und politische Verlässlichkeit. - Aufzählungs-TextNetzentgeltbefreiung für Elektrolyseure = 2 EUR/kg Wasserstoff Kostenersparnis — kein Förderprogramm, sondern Beseitigung eines künstlichen Kostentreibers.
- Aufzählungs-TextEU-Delegated-Act-Kriterien für RFNBO-Zertifizierung bremsen den Hochlauf und müssen aufgeschoben werden.
- Aufzählungs-TextVergaberecht und öffentliche Beschaffung (30% aller Bauvorhaben) als ungenutzter Nachfragehebel für grünen Stahl.
- Aufzählungs-TextGrünes Ammoniak in Asien erstmals unter dem Preis von grauem (Forward Curve bis Mitte 2027, Hydrogen Insight April 2026) — regional und temporär.
- Aufzählungs-TextForderung an Bundeswirtschaftsministerin Reiche: Verbindlicher Nachfragepfad für Wasserstoff — sofort, 2026.
Nächster Termin live HYDROGEN DIALOGUE 2026
24./25. Juni 2026 smarter E Europe, München Europas Leitkonferenz für Wasserstoff www.thesmartere.de
Über THE HYDROGEN ELEVATOR
THE HYDROGEN ELEVATOR ist ein monatlicher Podcast von **Green Plus Clean — European Energy Talks **, produziert in Kooperation mit HZwei — Das Wasserstoffmagazin (Gentner Verlag) und unterstützt durch Solar Promotion. Moderator und Host ist Jürgen Pfeiffer — langjähriger Hörfunkjournalist, TV-Korrespondent und Konferenzkurator – spezialisiert auf die Wasserstoff- und Energiebranche.
Neue Episoden erscheinen jeweils am letzten Dienstag des Monats. Abonnieren, bewerten, weiterempfehlen: Spotify: https://open.spotify.com/show/2GzQL0tpk3YBgFUrEL6nTy Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/the-hydrogen-elevator/ Deezer: [https://www.deezer.com/de/show/1002767001](https://www.deezer.com/de/show/1002767001)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/the-hydrogen-elevator/)) Kontakt: your.question@greenplusclean.works Web: www.greenplusclean.works Impressum: https://greenplusclean.works/impressum/
Transkript anzeigen
00:00:04: Diese Folge des Hydrogen Elevator wird Ihnen präsentiert von The Smarter E. Europe, Europas größter Messerallianz für die Energiewirtschaft!
00:00:22: Jürgen Pfeiffer
00:00:33: und begleite sie als ihr Wasserstoff Liftboy jeden letzten Dienstag im Monat durch ein Gebäude, das gerade kräftig umgebaut wird.
00:00:41: Und die manchmal noch nicht einmal alle Bewohner selber wissen in welchen Stockwerks sie eigentlich zu Hause sind.
00:00:47: Das wollen wir versuchen zu ändern.
00:00:49: Wer nach dieser Farbe mehr wissen will, der liest danach bei H-II dem einzig wahren Wasserstoffmagazin und Leitmedium der Community.
00:00:57: Wir sind heute zu Gast auf der Hannover Messe.
00:00:58: und wer hier durch die Hallen läuft, der stellt fest – Die Zurückhaltung der Industrie in Sachen Wasserstoff hält auch nach gut eineinhalb Jahren immer noch
00:01:06: an.
00:01:06: Und das
00:01:07: obwohl gleichzeitig die Preise für fossile Energien explodieren und der Golfkonflikt die globalen Lieferketten nachhaltig erschüttert.
00:01:14: Die Erkenntnis dass Versorgungssicherheit und Klimaneutralität untrennbar verbunden könnte aber jetzt selbst bei den größten Skeptikern wachsen und schafft vielleicht dann auch die nötigen Spielräume für diejenigen, die erkennen welche Chancen in dieser globalen Wirtschaft zum Innerkrieg Krise stecken.
00:01:31: Unser Thema heute hat daher maximale politische Sprengkraft für Deutschland und klingt nur oberflächlich nüchtern zwischen Leitmärkten- und Industriestrompreis, wann rechnet sich grüner Wasserstoff wirklich?
00:01:42: Das ist die Überschrift heute.
00:01:44: Und eine der möglichen Antworten auf die aktuellen Fragen könnte das neue Strategiepapier des Deutschen Wasserstoffverbands DWV geben.
00:01:51: Das ist heute im Tagesspiegel Background erschienen und wird sicherlich in Politischen Berlin in den nächsten Wochen intensiv diskutiert werden.
00:01:58: können heute direkt nachfragen und ihnen dazu weiter Hintergrund liefern, gemäß unseren Motto mehr verstehen.
00:02:04: Meinung bilden.
00:02:05: das Papier hat die Überschrift Age to twenty six Resilienz durch Wasserstoff gestalten.
00:02:11: Und wie genau das aussehen soll?
00:02:12: Das wird uns Die Hauptautorin bei unserer heutigen Aufzugsfahrt erzählen.
00:02:17: Es ist eine Frau, die uns vorsichtig zu sagen in einer Branche Verantwortung trägt In der Wasserstoff immer noch stark von Männern mit viel ingenieurs Pathos geprägt ist und die Klage macht hat.
00:02:28: Das geht auch ohne lautes Trommeln mit der Faust auf der Brust.
00:02:31: Sie studierte an der Freien Universität Berlin und startete dann dort, wo die Spielregeln gemacht werden.
00:02:37: Als zehn Jahre war sie Policy Advisor im Deutschen Bundestag und wer sich fragt wie man den Übergang von Gesetzgebung zur Verbandsarbeit hinbekommt Bei ihr lässt sich das studieren.
00:02:46: Seit Ende zwanzig-einundzwanzig ist sie beim Deutschen Wasserstoffverband DWV zuerst als Leiter in Politik und Regulierung, und damit zuständig für die Analyse nationaler und europäischer Gesetzgebungsprozesse bei allen Wasserstoffthemen.
00:03:00: Seit November vierundzwantig führt sie den DWV mit seinem Netzwerk von über Vierhundert Mitgliedern als Co-Chefin ab ersten Mal übrigens mit einem neuen Mann an ihrer Seite dem früheren Dänaschef Andreas Kohlmann.
00:03:11: Tagesspiegel hat sie jüngst so beschrieben, Berührungsängste in einer männerdominierten Branche hat sie nicht.
00:03:18: Das kann ich bestätigen.
00:03:20: wenn Sie in Berlin in einem Ausschuss setzt und über den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft spricht dann hören auch die Leute zu, die eigentlich schon beschlossen hatten dass sie nichts mehr überraschen kann.
00:03:29: Freu mich sehr das ihr heute mit uns im Aufzug fährt.
00:03:31: herzlich willkommen Früderich Gelassen!
00:03:33: Vielen Dank lieber Jörg.
00:03:34: mich freue mich auf eine gute Fahrt
00:03:38: Trüben, Rahmenbedingungen die wir haben.
00:03:40: zurzeit müssen wir die auf rauf und runter an schnell und wieder zurück.
00:03:45: Darf
00:03:45: ich bitten dass es aufwärts geht?
00:03:46: Bitte unbedingt nur!
00:03:49: Du weißt dieser Podcast startet immer mit einer Positionsbeschreibung der Gäste die direkt zum Kern des Themas führt und ein bisschen helfen soll die Grundrichtung zu definieren aber auch oftmals mit einem Input an Zahlen und Fakten damit so ein paar Leitplanken klar sind.
00:04:04: Der Hintergrund für dieses Thema, glaube ich ist gar nicht schlecht wenn man ein bisschen zahlen Material hat.
00:04:10: Preisrealität bei grünem Wasserstoff zum Beispiel, Produktionskosten liegen beim Kilo momentan zwischen sieben und neunzehnt Dollar je nach Quelle und Region.
00:04:19: grauer Wasserstoff aus Erdgas liegt bei einem bis zwei Euro.
00:04:22: europäischer Marktdurchschnitt aktuell für ein Kilo liegt bei fünf bis acht Euro.
00:04:27: Der Hauptkostentreiber beim Strompreis macht fünfzig Prozent mehr als den Produktionskosten aus.
00:04:34: und Stahl, da ist der Wasserstoffpreis auch der entscheidende Hebel für die Bewerbsfähigkeit und da liegt der Preis bei siebenundvierzig bis achtundsechzig Kiloproton.
00:04:44: Mit Blick auf diese Zahlen, liebe Friderike Kurz und knapp rund um Rüschchen und Schleifchen zwischen Leitmärkten und Industriestrompreis Wann rechnet sich gröner Wasserstoff wirklich.
00:04:53: Zwanzig-dreißig wäre meine Zahl wenn ich ein Blick in die Kristallkugel werfen darf.
00:04:57: aber das ist natürlich abhängig von den vielen Faktoren, die du gerade genannt hast Und was wir natürlich auch sehen bei den unterschiedlichen Fakturen dass natürlich gerade Energie und Energie kosten besonders vulnerabel sind.
00:05:08: und da sehen wir eben gerade auch an dem Gefüge in dem wir uns momentan befinden.
00:05:13: Heute Morgen im Radio habe ich wieder gehört, dass die Straße von Hormus wieder geschlossen werden soll und das natürlich hat Auswirkungen auf die gesamten Lieferketten- und Preisgestaltung hier in Europa und der gesamten Welt.
00:05:23: Okay, kommen wir gleich nochmal dazu.
00:05:25: Wir starten in diese Ausgabe des Hydrogen Elevator auch mit einem neuen Format dem HII.
00:05:30: Impulse aus der Redaktion von HII, dem Wasserstoffmagazin.
00:05:34: Die Grundstoffindustrie, Chemie, Stahl, Zement haben keine Wahl an Wasserstoff führt für ihre Decarbonisierung kein Weg vorbei.
00:05:41: Gleichzeitig sind das aber auch die Branchen, die auf jeden Cent im Endproduktpreis extrem sensibel reagieren.
00:05:47: Ein Signal dafür wie ernst diese Spannung genommen wird liefert ein Blick in die aktuelle Ausgabe von H-II der VDMA zeigt sich nämlich dort erleichtert dass die EU im Industry Accelerator Act vergleichsweise wenig grünen Stahl verpflichtend Einfordert.
00:06:02: Frage an dich, Friederike!
00:06:03: Ist das der Wendepunkt auf den die Leitmärkte Stahl, Chemie und Zement gewartet haben?
00:06:08: oder bleibt grüner Wasserstoff da auch bei günstigeren Preissignalen noch lange eher einversprechen?
00:06:14: Nein, ich denke nicht dass das ein Versprechen bleibt.
00:06:16: Ich denke wir müssen uns darauf konzentrieren, dass dieses Versprechen auch eingelöst wird und jetzt Realität wird.
00:06:21: dafür setzen wir uns ja auch einen als LWV Nicht als Autoren würde ich sagen sondern gemeinsam mit unseren gesamten Mitgliedern die entlang der gesamten Wertschöpfungskatte haben diesen Fokus haben.
00:06:32: Und entscheidend ist meiner Meinung nach vor allem, dass wir im Hochlauf berücksichtigen, dass die Technologie keine Frage mehr ist.
00:06:38: Die Technologie ist da.
00:06:40: Die Unternehmen haben massiv investiert in die Standordnung stehen mit enormen Produktionskapazitäten bereit.
00:06:46: Entscheidend ist jetzt die Nachfrage am Markt und das eben auch die Nachfragen nach nicht nur den Industrieprodukten wie ein Elektrolyseur beispielsweise der mich natürlich heute hier an diesem besonderen Ort auf der weltweit größten Industriemesser besonders umtreibt und alle Zudieferern Komponenten, die in diesem Maßstab auch mit dazugehören.
00:07:07: Viel entscheidender ist natürlich der Markt nach den Produkten, die damit erzeugt werden – mit den Industriegütern, die wir hier haben.
00:07:13: Und was wir natürlich auch exportieren wollen von Deutschland, von Europa, von Hannover ausgehend bis nach Brasilien, unserem geschätzten Partnerland
00:07:21: usw.,
00:07:22: ist das nur Hau, der Maschinen- und Anlagenbau.
00:07:24: aber das heißt auch dass die Produkte dort nachgefragt werden müssen.
00:07:28: Das heißt entscheidend sind natürlich vom Markt ausgehen und da müssen wir auch gucken wo es die Zahlungsbereitschaft, sondern vielmehr wo ist die Zahlung?
00:07:36: Fähigkeit diesen Mehrkosten zu tragen.
00:07:39: So weiter haben Puls aus der H-II Redaktion.
00:07:42: Lass mich da noch mal konkret nachhacken!
00:07:45: In Asien ist grünes Ammoniak Anfang April laut Hydrogen Insight auf der Forward Curve bis Mitte siebenundzwanzig erstmals unter dem Preis von Graum gefallen, ausgelöst durch die Folgen des Goldkonflikts und durch explodierende Gaspreise.
00:07:59: Ja das ist regional ja das ist möglicherweise temporär aber es ist passiert zum ersten Mal.
00:08:05: Ist dieses Preissignal, von dem du auch vorhin gerade gesprochen hast, das durch einen Krieg erzwungen wird?
00:08:11: Das falsche Fundament auf den man einen Leitmarkt aufbaut.
00:08:15: Ja ist das für eine historische Frage lieber Jürgen!
00:08:17: Ja natürlich.
00:08:18: also wer möchte auf diesem Fundament bauen?
00:08:20: es zeigt wie wohl Latil und was für Ausschläge wir haben und was wir für enorme Risiken Unmöglich erachtet oder unwahrscheinlich eingeschätzte Risiken wir einfach auch mit berücksichtigen müssen.
00:08:31: Und das mal ganz im Ernst, lieber Jürgen, das macht alles teurer weil wir diese Resilienz auch einpreisen müssen also dieser Resilience die nicht gegeben ist, diese Friedensdividende die wir nicht mehr einpreisten können sondern im Gegenteil das sind natürlich noch mal Krisenzuschläge die um drauf kommen und deswegen ist es natürlich einen Punkt der meines Achtens nach Und so steht es ja auch in unserem Resilienzpapier, wenn du so möchtest.
00:08:55: Kann Wasserstoff einen enormen Beitrag dazu leisten zu einer Diversifizierung und zu einem resilienteren Energie- und Wirtschaftssystem?
00:09:03: Aber das sind natürlich keine Preisschocks auf denen wir dauerhaft bauen können.
00:09:06: Das heißt Ja Wir haben jetzt ein Blick geworfen In eine Richtung wo wir sagen können hier ist ein extremes Phänomen aber das ist Ein Ausschlag Auf Einer Kurve und wir müssen dann Natürlich auch Meridian oder Mittel bestimmen um Zu Sagen was sind realistische Preis-Signale, die dauerhaft haltbar sind.
00:09:22: Was sind Extreme, die in die eine oder andere Richtung ausschlagen
00:09:25: können?
00:09:25: Das energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln hat es schwarz auf weiß geliefert.
00:09:29: von August vierundzwanzig bis Dezember fünfundzwanziger sind die geplanten Elektrolysekapazitäten in Deutschland um drei Gigawatt Netto zurückgegangen und von den Projekten, die Anfang zwanzig vierundzwansig für fünfundzwannzig angekündigt waren ist nur ein Viertel tatsächlich in Betrieb gegangen.
00:09:46: Das Papier, von dem wir schon mal mehrfach gesprochen haben, sagt klar die Bremsfaktoren sind bekannt.
00:09:51: Hohe Stromkosten komplexe Regulierung drei bis fünf Jahre Genehmigungszeit fehlende Risikoabsicherung.
00:09:57: Aber das ist alles bekannt seit Jahren.
00:09:58: was aus deiner Sicht ist das Hauptproblem momentan?
00:10:00: fehlenden Nachfrage fehlender Infrastruktur fehlendepolitische Verlässlichkeit oder der Mix aus allem oder noch viel grundsätzlicher fehlenda politischer Wille
00:10:10: Ja
00:10:12: Das letzte
00:10:13: Alles zusammen.
00:10:14: Ich würde es ein bisschen differenzieren oder noch mal ein bisschen abstufen und werten, würde ich sagen.
00:10:19: also das erste wo wir gesagt haben was was wir vermissen?
00:10:22: erst natürlich warum bleiben die die FIDs aus?
00:10:24: Die angekündigt waren und dass ist immer
00:10:27: Final Investment Decisions für alle nicht deutsche Vokabeln und Akronüme deuten können.
00:10:33: Richtig!
00:10:34: Also nochmal die finale
00:10:35: Investment Entscheidung.
00:10:36: Genau also wann investiere ich wirklich?
00:10:38: Wann löse ich den Auftrag aus?
00:10:39: Wanne rollen die Bagger sozusagen?
00:10:43: Und das ist natürlich der entscheidende Punkt.
00:10:45: Also, wann lohnt es sich?
00:10:46: Wann ist man bereit auch ein gewisses Risiko zu tragen?
00:10:49: und inwiefern?
00:10:50: ist das auch ein Zusammenspiel mit verschiedenen Standortfaktoren, mit Finanzierungsmodellen?
00:10:56: Da kommen einige Punkte zusammen.
00:10:58: Was wir gesehen haben in der letzten Bundesregierung beispielsweise war die sogenannte EPSI-Welle also große Common European Interests.
00:11:07: Thanks a lot.
00:11:08: Genau, danke schön die Wahljungs ist ja meine Freude mit dir sich die Bälle zuzuspielen das funktioniert hervorragend und es nicht mal einstudiert.
00:11:16: aber um nochmal zurückzukommen klar also wir haben diese Investitionswelle gesehen von FIDs die wirklich gezeichnet worden sind und dass waren vor allem die sogenannten Infrastrukturprojekte versus auch der ich würde sagen Grundstein, auf dem das gesamte Wasserstoffsystem auch aufbaut.
00:11:34: Und es ist ein verlässlicher und er gibt uns auch Bestätigungen daran zu wissen wir gehen hier in eine richtige Richtung und es geht auch voran im wahrsten Sinne des Wortes.
00:11:42: Ich möchte auf jeden Fall nochmal die Bedeutung des Kernnetzes hinweisen weil diese Infrastruktur ein ganz wesentlicher Baustein ist darin zu sagen Wir schaffen verlässliche Rahmenbedingungen.
00:11:51: Das heißt Planbarkeit Finanzierbarkeit, die auf der Planbarkeit aufbaut weil ich weiß wann wie wo meine Pipeline sein wird.
00:12:02: Ich auch gegebenenfalls wenn ich nahe genug dran bin oder sie auch nicht da sein wird ja aber ich insofern eine Planbarkeit hat dass das System kommt, dass es Kernnetz kommt und wo die Nachfragepunkte sind Die TSOs
00:12:15: die Transport System Operators Wenn man mit denen spricht egal ob Sie jetzt nun in Belgien sitzen Flaxis oder von wo auch immer sie kommen.
00:12:28: Die Begeisterung zurzeit ist auch vorsichtig formuliert überschaubar, die Fragen der Zweifel weil die Geschäftsmodelle noch immer nicht dazu geführt haben dass Anbieter und Abnehmer zusammen gekommen sind lässt doch so die ein oder andere Sorgenfalte auf der Stirn der C Level Vertreter aufkommen.
00:12:48: das Klang gerade nicht so durch.
00:12:49: bei dir ist diese Sorge tatsächlich eine individuelle unternehmerische Sorge, also sprich eine wo du sagst wir müssen da jetzt durch.
00:12:57: Wir müssen diesen Infrastrukturaufbau jetzt einfach bis zweiunddreißig dreiunddreißig how long it ever takes.
00:13:02: Einfach umsetzen so weil es ist ne gesamtgesellschaftliche europäische Aufgabe.
00:13:09: Also sprich ja vielleicht wird sich das Henei-Problem tatsächlich lösen.
00:13:13: aber zur Zeit wenn ich da reinhöre in den Markt höre ich überall noch Es ist wieder das Hennei Problem.
00:13:18: Auftrag Geschäftsmodellabnehmer fehlt.
00:13:22: Das ist ja ein Problem, ich glaube da sind wir.
00:13:25: es schwingt immer noch mit sagen was mal so.
00:13:27: das heißt er ist auch nicht weg zu diskutieren aber es sind schon richtige Maßnahmen ergriffen worden, um daran zu arbeiten.
00:13:35: das aus dem Weg zu räumen und dieses eine Eiproblem oder diesen gordischen Knoten sozusagen zu durchlösen bringt mich wieder zurück an die Punkte, die du aufgezählt hast.
00:13:42: Was war es alles?
00:13:43: Ich fange noch mal vorne an.
00:13:44: Das war auf jeden Fall fehlende Nachfrage.
00:13:47: klar wenn die nachfragen nicht da ist Wenn der kunde Nicht Da ist um das Produkt nachzufragen dann produziert auch niemand.
00:13:53: Und das ist natürlich das Problem der Produzenten dass sie sagen okay wir zeichnen keinen effektiv für eine Wasserstoffproduktion die Nachfrage habe.
00:14:02: Das heißt ganz klar, lieber Jürgen, die Kernfrage oder die Kernthematik ist immer noch die Nachfragen anreizen.
00:14:09: Auch alle Produzenten und Infrastrukturbetreiber gucken sich an wo ist mein potenzieller Kunde?
00:14:16: Und die Kunden sind da, aber sie sind ragesäht und ich glaube gerade die First Mover haben die Problematik zu sagen wir müssen jetzt das gesamte System mit allen Kinderkrankheiten erst mal ins Rollen bringen.
00:14:28: Und ich ziehe meinen Hut vor allem, die diese Visionen haben, die diesen Weizsicht haben und sich tagtäglich dafür einsetzen dass es gelingt.
00:14:36: Viele von denen sind auch einfach schon drei Schritte weitergegangen indem Sie gesagt haben Wir haben die Berlbagger bestellt, wir haben die FIDs gezeichnet und wir verlassen uns jetzt auch darauf, dass alle Worte halten Verlässlichkeit.
00:14:49: Da sind wir bei dem Festhalten und da brauchen wir, Entschuldigung es ist kein... das ist etwas was ich eigentlich nicht gerne sage aber ich muss an dieser Stelle in diesem Punkt brauchen wir ganz klare politische Signale ein Commitment dass gehört wird.
00:15:03: Zweifel keine Rolle rückwärts und das sind Sachen, dass kostet kein Geld.
00:15:07: Das ist wirklich in der Sinne einfach nur ein Statement von auch hochrangigen Politikern die daran festhalten und die sagen, das ist etwas was wir wollen.
00:15:17: dafür setzen wir uns einen.
00:15:19: gerade vor dieser weltpolitischen Lage brauchen wir ein starkes Kommittment zum Hochlauf des Wasserstoffs und des Wasserstoffsystems.
00:15:26: In diesem Falle muss ich das, wie der Fußballkommentator sehen.
00:15:30: Da kommt eine bananen Flanke rein in den Elfmeterraum und muss genau nachfragen an dieser Stelle von wem genau welches Signal wann?
00:15:38: Bei jeder Gelegenheit, wie beispielsweise gestern Abend bei Herrn Friedrich Merz hätte ich mir gewünscht auf der Eröffnungsfeier der Hannover-Messer ein starkes Commitment zu sagen.
00:15:47: Wir sind international Weltmarktführer im Bereich Wasserstofftechnologien und diese Wasserstoff Technologien wollen wir nach vorne bringen die wollen wir verteidigen gegen jeden Konkurrenten und da wollen wir mit diesem Knowhow was wir hier in Deutschland und Europa haben damit wollen wir punkten und da brauchen uns auch nicht verstecken da können wir selbstbewussten nach vorne gehen.
00:16:07: Wir sind Technologieführer bei dieses Fenster.
00:16:10: ist noch ein Stück weit offen, aber es schließt sich mit jedem Tag mehr.
00:16:14: Wo auch internationale Wettbewerber jeden Tag Erfahrungen sammeln, mehr Brennstoffzellen auf die Straßen bringen beispielsweise, mehr Testläufe mit Gigafactories machen.
00:16:25: oder die Gigafactories haben wir hier in Deutschland, aber die Auslastung fehlt, die FIDs fehlen, die Nachfrage fehlen und müssten einfach nur ein Stück weiter gehen.
00:16:32: Lassen Sie uns zu dem Papier kommen?
00:16:35: Du liefest auf drei Seiten... Forderungslisten, Stromkostensenkten, Genehmigungen halbieren, Systemdienlichkeitsbonus, Grüngersquote, Erwarkredite.
00:16:44: Gibt es dreieinfolge?
00:16:44: Prioritätenliste von eins bis zehn?
00:16:47: Die du nachts schon runter beten kannst.
00:16:49: Schlimm Schlaf.
00:16:49: Das ist heiß diskutiert worden und das Papier habe.
00:16:53: ich muss sich ganz ehrlich sagen auch Es ist ein Gemeinschaftsprodukt mit unseren Mitgliedern entstanden.
00:16:57: Aber du distanzierst dich nicht jetzt schon am Tag der Veröffentlichung.
00:17:00: Nein, Gottes Willen!
00:17:01: Mit einem Sondergutachten wie der Rater Sachverständigen.
00:17:04: Ich stehe komplett dahinter Und es ist auch so aufgebaut, der Semantik folgend oder wie wir im deutschen Sprachgebrauch sagen, was als erstes steht.
00:17:11: Ist auch meistens die erste Priorität.
00:17:14: Wir brauchen natürlich alles gleichzeitig und man kann aber leider nicht alles gleichzeitig in die erste Reihe schreiben oder in die Erste Zeile schreiben.
00:17:20: Aber Nummer eins ist ganz klar die Investition ermöglichen!
00:17:23: Wir müssen jetzt die Rahmenbedienung so schaffen dass eine Avancability da ist das ein Vertrauen in den Markt da ist Das Kunde und Produzent zueinander finden und das sind die Themen die wir ansetzen müssen.
00:17:35: natürlich ganz schnell auch alles was den Wasserstoff teuer macht.
00:17:38: Das muss runter geregelt werden, beispielsweise der Legated Egg Kriterien da sind wir... Ach Brüssel!
00:17:45: Da haben wir einen Hoffnungsschimmer.
00:17:47: aber das ist auch ein Thema was Frau Reiche auch zum Anfang ihrer Amtszeit gleich angesprochen hat, sage ich jetzt mal so, auch angesprochen und erklärt hat ja okay das Problem ist bekannt aber die Lösung liegt natürlich in Brüssel Und ich freue mich, dass es da jetzt auch Bewegungen hingibt.
00:18:07: Ja, ein Allianz gibt von europäischen Partnern die sagen wir wollen das anpassen.
00:18:13: Wichtig ist dass wir nicht nur eine Studie oder einen Guttag in Auftrag geben im Brüssel, die dann feststellt, ohren achtundzwanzig Jahre.
00:18:20: die delegatete Kriterien sind nicht geeignet um den Markthochlauf sozusagen zur Möglichkeit und im Gegenteil Sie haben wichtig ist aber auch Stichwort Verlässlichkeit.
00:18:28: Wir wollen nicht an die Kriterie grundsätzlich ran Aber wir brauchen eine Proposproning.
00:18:33: also wir brauchen Eine Verschiebung gemessen Das markt Hochlauf es müssen müssen wir auch alles, was das ganze Registriktiv und teuer macht.
00:18:40: Das können wir nicht schon heute geltend lassen während der Markttuchlauf sich deutlich verzögert.
00:18:47: Und insofern ist das ein Kriterium.
00:18:49: ja Richtung Brüssel.
00:18:50: Wir sind aber auch der deutsche Wasserstoffverband sind lokalisiert im Berlin haben da auch sind sozusagen auch in Berlin am Puls der Zeit und deswegen müssen wir mal gucken Was kann Deutschland machen?
00:18:59: Was kann der deutsche Regelungsgeber machen?
00:19:01: Und da ist natürlich auch ein Thematik, wie unser deutsches Energiesystem aufgebaut wird.
00:19:07: Welchen Nutzen können wir auch Stichwort Systemdienlichkeit oder Systembeitrag leisten?
00:19:12: So wie es aber in der Regulatur.
00:19:13: und dann gucke ich nach Bonn.
00:19:15: Richtung Benitz A. und Klaus Müller muss ich ganz klar sagen Es ist verständlich das erneuerbare Beitrag zur Kontenteilung halten soll.
00:19:22: Aber
00:19:22: hat ganz klar ja gesagt, Wirut sein, Wirtssystem nicht.
00:19:26: wird ins Netzpaket reinkommen und Wasserstoff spielt entsprechend eine große Rolle.
00:19:30: Hat er versprochen auf der eWorld in Essen?
00:19:33: Ja, ich habe ihn gefragt.
00:19:34: Wir müssen jetzt aber auch den Worten Taten folgen lassen.
00:19:37: Butter bei die Fische wie so schön heißt hundertprozentig ja Und das heißt Das ist aber das sind aber die Kosten und da haben wir auch mit angefangen an dem heutigen Postkurs Die fragen was macht denn Wasserstoff teuer?
00:19:48: und meine Mitglieder beispielsweise erklären mir oder rechnen mehr regelmäßig vor dass sie sagen die delegated egg Kriterien sind ein Bestandteil Kosten, du hast von dir die Rahmendaten gesagt zwischen variieren ja auch die Wasserstoffkosten pro Kilo.
00:20:03: Aber allein die delegated egg-Kriterien sind ein großer Beitrag.
00:20:06: aber die Befreiung der Netzenkelter für Elektrolyse oder Stromnetz beispielsweise machen weitere zwei Euro pro Kilogramm aus und das sind schon enorme Kosten.
00:20:15: wenn wir sagen dass die netzenkelte Befreiungen nicht nur nicht verlängert oder erweitert wird, wobei wir als Deutscher Wasserstoffverband uns auch immer sagen okay das ist ein Instrument es ist einfach umzusetzen.
00:20:29: Es sind keine Mehrkosten sondern es befreit uns von weiteren Kosten und Top, sag ich jetzt mal so, um den Wasserstoff preis günstiger zu machen und damit kompetativ zur weiteren Energiequellen Energieträgern.
00:20:48: Und das ist ein ganz wichtiger und entscheidender Punkt, wo man nicht mit einer Förderung oder Ähnlichem warten müssen oder linke Tasche, rechte Tasche spielen müsst ihr sagen können Das ist ein etabliertes Mittel.
00:20:56: alle Marktauteure sind darauf eingestellt Alle können damit rechnen und insofern ist es ein wirksames Instrument um die Wasserstoffkosten auch perspektivisch drunter zu halten.
00:21:06: Wenn wir jetzt sagen,
00:21:07: Industriestrompreis hilft da nicht?
00:21:08: Natürlich hilft der Industriestroempreis das ist ein weiteres Instrument aber das ist on top dass es jetzt wie gesagt sieht man wieder beim Instrumentenkasten.
00:21:15: Aber die Netzentgeltbefragung ist wirklich momentan einer der Kostentreiber und deswegen setzen wir uns ganz klar dafür aus, dass die Netz entgelt Befragungen auch erstmal bestand hat.
00:21:24: Auch das hat die Bundes-Ahr infrage gestellt und damit Verunsicherung geschürt.
00:21:28: Was
00:21:28: würde für die Leitmärkte Stahl, Zement, Chemie Was wären die Top drei aus diesem Katalog, wo du sagst das muss bis zum Sommer eigentlich passieren?
00:21:35: Natürlich Netzpaket, Stromkosten runter.
00:21:38: Stromkosten sind ja der Hauptpunkt für die Gestirmungskosten von RFNBO oder erneuerbarem Wasser, elektrolytisch eingestelltem Wasserstoff ganz klar.
00:21:47: Das heißt hier Stromkoszen müssen runter, dass hilft jedem in dem Bereich und das würde auch die Endprodukte weiter verringern.
00:21:53: wir brauchen aber nach wie vor auch die Leiter Die Leitmärkte und das heißt auch die Nachfrage der Produkte, wie beispielsweise grünem Stahl.
00:22:01: Der hier in unserer Nachbarschaft von Hannover ausgesehenen Steinwurf entfernt zum Beispiel in Salz Gitter produziert wird.
00:22:07: aber auch Salz Gitta muss rechnen und sagen wir investieren am Standort in den Standort selber in die Arbeitsplätze vor Ort Milliarden Beträge.
00:22:16: Aber wir müssen auch das Produkt letzten Endes den Grünen Stahl verkaufen können.
00:22:21: Und der Stahl hat erstmal positiverweise die gleichen Eigenschaften wie ein Stahl, der auf einer konventionellen Route erzeugt worden
00:22:30: ist.
00:22:30: Man könnte beispielsweise beim Bund dreißig Prozent aller Bauvorhaben in Deutschland werden aus öffentlicher Hand finanziert – Kommunen, Länder und Bund.
00:22:38: Man kann anstelle des Billigkeitsprinzips in der Zwischenzeit grüne Merkmale definieren.
00:22:45: Das nennt sich das angelegt.
00:22:47: wir haben uns dazu auch geäußert im Vergabebeschleunigungungsgesetz und ich glaube da als auch Lars Klingball als Finanzminister und Vizekanzler hat gesagt, dass wir dann auch als Auftraggeber diese Kriterien so ausgestalten müssen.
00:23:02: Dass unsere Produkte, unsere grünen Stahlprodukte beispielsweise dann auch zuzugekommen Baudereinbrücke beispielsweise nicht der billige Stahl aus China, der auch noch CO₂-intensiv transportiert werden muss und keinen einzigen Arbeitsplatz hier schafft.
00:23:16: Und auch keine Resilienz fördert in Europa.
00:23:18: Das sind alles Faktoren, die preislich nicht berücksichtigt werden bei der Ausschreibung.
00:23:22: Und das ist auch Bestandteil unseres Age- for Papiers wie auch in unseren Positionen genau zum Vergabebeschleunigungsgesetz wo wir Vorschläge gemacht haben.
00:23:30: ganz konkret wird es auszusehen hat dass nämlich genau diese Qualitätskriterien mit in den Vergabeverfahren eingepreist werden müssen.
00:23:37: Jetzt mit dem Iran-Krieg, mit Gaspreisen auf Rekordniveau und mit einer EU die unter Rearm EU militärisch und unter Repower EU energiepolitisch neu denkt ist Energiesouveränität endlich das Argument dass auch in Berlin gehört wird.
00:23:53: Ich meine während wir uns unterhalten dampft überall in den Kanälen das Thema Kerosinknappheit.
00:24:01: Wir wissen nicht, wie sich das tatsächlich in der nächsten Wochen mit Richtung Urlaub Blick auf die Ferien beim Ausfall von Ferienfliegern und anderen Geschichten auswirken wird.
00:24:13: Die Bundesregierung hat versprochen, man wird sich darum kümmern.
00:24:16: Wir reden bei Wasserstoffe in den Industriebereichen nicht von einer
00:24:19: ad hoc-Lösung.
00:24:21: aber man könnte ja beim Thema synthetische Treibstoffe – ich sage das jetzt mal ungeframed vorsichtig formuliert weder E-Fuels noch Green Fuels noch anders, aber im Bereich synthetischer Treibstoffe mit der Basis Wasserstoff und diesem Thema so wie es auch ein Industriekonsortium mit Rheinmetall und Sunfire und Ineratec auch anbietet Wir sehen als eine Zusammenballung, Rahmenbedingungen extrogen nicht steuerbar Krieg.
00:24:47: Verknappung der Rohstoffe und gleichzeitig Bedarf im Verteidigungsbereich muss hochgefahren werden.
00:24:53: Spillover-Effekt ist, dass das im Zweifelsfall als neues Konkurrenzprodukt bei diesem Preisniveau was wir zur Zeit eines Hubsäulen haben nicht unwesentlich konkurrenzfähiger schon in absehbarer Zeit werden könnte.
00:25:04: Ist dieser Weg ein politischer?
00:25:05: Dass man an Bedingungen jetzt gemeinsam denkt, dass man rausgeht aus den Schützengräben, dass diese Themen anpackt und den Wasserstoff damit zu einem tatsächlich ersten Leidmarkt macht in einem solchen Fall beispielsweise für das Thema Raffinerien?
00:25:20: Ja, ich denke auf jeden Fall dass da ein enormes Potenzial drin steckt auch um eine verlässliche Nachfrage für Wasserstoff in den verschiedenen Sektoren.
00:25:28: Und dazu gehört nicht nur Stahlchemie sondern natürlich vor allem auch der Raffineriebereich.
00:25:32: mit rein spielen Wie so oft ist es dabei auch erstmal kompliziert und wichtig ist aber in diesen ganzen Themenbereich zu sehen, Abhängigkeiten sind teuer.
00:25:43: Und das ist eine Frage die wir uns immer wieder stellen wie preist man diesen Resilienzfaktor eigentlich ein?
00:25:51: Auch da zitiere ich noch mal Frau Reiche, die auch gesagt hat beispielsweise Wir haben in der Energiekrise und auch nach dem Überfall von Russland auf die Ukraine, haben wir gesehen dass es wahnsinnig teuer ist und wir unheimlich viel Lehrgeld gezahlt haben.
00:26:06: festgestellt haben meine Güte die Speicher sind leer Und wir müssen jetzt international Koste es, was das Wolle nachkaufen und nachbestellen.
00:26:16: Das hat auch das Energiespeichersystem deutlich geprägt und beeinflusst.
00:26:24: Die Konsequenzen sind daraus aber auch zu ziehen.
00:26:30: Ist ein Kostenfaktor.
00:26:31: Kann
00:26:32: das ein nationaler Resilienzgedanke sein?
00:26:34: Muss das nicht ein europäischer Resiliencegedankel sein?
00:26:37: und es wurscht, ob man den aus der Verteidigungswelt berüstet oder aus der Zivilgesellschaft bürstet.
00:26:41: müsste der nicht heißen Europa braucht jetzt langsam mal seine europäische Energieagentur getragen von einer Allianz von allen Mitgliedsländern Ich sage mal von einem Bord von siebenundzwanzig Energienwirtschaftsministern gerne geleitet, wie die Europäische Investitionsbank und am operativen Ende des Ganzen sitzen.
00:26:59: Die Profis, die den Markt kennen, die das Thema spielen aber die Marktmacht von fünfhundert Millionen europäischen Gründen.
00:27:06: Die Einkaufspower von Europa, die wir ja schon gemerkt haben dass Sie da sein kann wenn man Sie gemeinsam poolt beim Thema Einkauf von Tabletten und von Impfstoffen in Sachen Corona Das wäre auch ein gutes Beispiel auch an diesem Punkt Achtzig Jahre nach der Europäischen Montanunion die europäische Energie-Union zwei Punkt Null auf neue Füße zu stellen.
00:27:27: Das könnte auf jeden Fall ein nötiger Impuls sein, der in diese Richtung geht.
00:27:31: Und das sehen wir, dass wir immer Druck brauchen und einen gewissen Handlungsdruck um solche Entscheidungen voranzubringen.
00:27:38: Wir als DVV und unsere Mitglieder stehen da auf jeden fall unterstützend bereit.
00:27:42: auch wir haben uns im in der vergangenen Legislaturperiode dafür eingesetzt zu sagen oder bei den Koalitionsverhandlungen das mitgetragen zu sagen wir brauchen eine europäische Wasserstoffallianz die nichts anderes ist europäische Energieallienz.
00:27:58: zu sagen, wie können wir im Europäischen Verbund Synergie schaffen?
00:28:02: Unsere gesamte Kraft auch heben.
00:28:04: Und ich denke das wäre jetzt auf jeden Fall ein... einen Schlag vor dem Bug, wenn man so möchte um aufzuwachen und wach zu rütteln.
00:28:12: Und den Handlungsdruck in nötige Richtungen zu kanalisieren.
00:28:16: jetzt ist der Zeitpunkt für ein solches Vorhaben weil ganz klar ein Resilienzenergie-System bedeutet eben nicht nur Energie selber zu erzeugen sondern auch die Importrouten mit aufzuhaben und sich im Krisenfall gegenseitig zu unterstützen.
00:28:33: Auch das ist eine Stärke der Europäischen Union Die wir aber heben müssen
00:28:37: Die zwar in Teilen schon läuft, wenn wir wissen an den Notstromzeiten das da ganz überschreiten zwischen den Freunden in Frankreich und Polen in den Österreichern mit.
00:28:47: Am besten verbinden wir uns über Infrastruktur.
00:28:50: Am Besten verbinden Wir uns über Röhren beispielsweise.
00:28:53: Das ist eigentlich nochmal ein ganz wichtiger Punkt und ich freue mich auch bei der gesamten Kernnetz-Debatte Wenn ich mit europäischen Kollegen aus anderen Verbänden oder Unternehmen spreche, dass es auch mittlerweile der Begriff Le Kernetz Einzug in den französischen Sprachgebrauch gefunden hat.
00:29:10: Und ich denke, das zeigt, in welche Richtung wir unterwegs sind und das geht es jetzt weiter zu festigen.
00:29:15: Ich denke die Sicherheitslage trägt massiv dazu bei diese Bestrebungen zu fossieren und letzten Endes auch auf eine Nachfrage oder einen stabilen Markt zu erzeugen.
00:29:29: Ich glaube nicht dass das der einzige Markt ist um nochmal auf deine einführende Frage zurückzukommen aber Fall ein wichtiger Beitrag sein, den wir brauchen?
00:29:39: Nach Lück Kindergarten, Lück Kernnetz.
00:29:41: Ich finde das großartig.
00:29:42: Das nehme ich auf jeden Fall mit nach Hause.
00:29:45: Wir sind in der letzten Etage dieser Aufzugsfahrt wieder angekommen und ja es ist die Zeit ist vorbei und ich bitte dich um einen letzten kurzen Pitch nicht an die Öffentlichkeit sondern direkt an die Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche.
00:29:56: Dreißig Sekunden eine Maßnahme Ein Datum einversprechen dass sie gerne einlösen soll
00:30:01: einen verbindlichen Nachfragefahrt für Wasserstoff in Industrie und Energiewirtschaft.
00:30:05: Das ist jetzt das, was wir brauchen – und wir brauchen es sofort im
00:30:11: Jahr.
00:30:12: die Zeit für diese Fahrt im Wasserstoffaufzug genommen hat an einem Tag auf der Hannover-Messe, an dem du eigentlich schon genug anderes noch auf dem Terminkalendar hast und dass du trotz allem, was den Hochlauf gerade so schwer macht, immer nicht aufgehört hast, positiv nach vorne zu glauben und daran zu arbeiten, dass es klappt!
00:30:28: Das hört man, das ist eine große Freude.
00:30:30: Wenn Ihnen an den diversen Kopfhörern und digitalen Endgeräten Ihrer Wahl dieser Podcast gefallen hat dann abonnieren Sie uns bitte jetzt!
00:30:37: Empfehlen sie uns gerne weiter.
00:30:39: Wenn es Ihnen nicht gefallen haben sollte dann behalten Sie's nicht für sich sondern sagen zu uns auch.
00:30:43: Auch das wollen wir hören.
00:30:44: Wir arbeiten dann dran und gelogen Besser um.
00:30:47: Wir sind in vier Wochen wieder da, am letzten Dienstag im Mai und falls Sie so richtig sehen, so nach uns haben sollten an dem Vierundzwanzigsten und Fünfundzwanziger Uni seht ihr auf der Smarter in Europa in München.
00:30:55: dann
00:30:55: sehen wir uns
00:30:56: beim Hydrogen Direct Summit und Expo wieder.
00:30:59: Bis dann Servus machen sie es nicht nur gut sondern besser!
00:31:01: Ihr Jürgen Pfeiffer
00:31:06: Das
00:31:07: war The Hydrogen Elevator Der Wasserstoff Podcast in Kooperation mit H-Zwei Dem Wasserstoff Magazin
00:31:13: Mit
00:31:13: spannenden Gästen aus Politik Wirtschaft und Gesellschaft und ihrem Gastgeber Jürgen Pfeiffer.
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